Titelbild Imkerverein Teufelsmoor

Aktuelles

Infobrief Laves 03.05.2017

Textauszug

Infobrief vom 03. Mai 2017
■ Institut für Bienenkunde Celle
Aus aktuellem Anlass: Pollen-beladene Honigbienen verklammen und sterben vor dem
Flugloch
Nachdem in der letzten Zeit vermehrt Anrufe und Email-Nachfragen von Imkern, aber auch
von besorgten Bürgern bei uns eingingen, nehmen wir die Nachfragen zu verklammten
Honigbienen vor den Fluglöchern bzw. sterbenden Bienen auf dem Weg hin zu ihren Beuten
als Anlass für diesen Infobrief.
Verklammte, teilweise tote Flugbienen vor dem Flugloch, die aufgrund der niedrigen Temperaturen
den Weg in ihre Beute nicht mehr geschafft haben (Foto © Dr. Otto Boecking)
Während des April-typischen Wetters der letzten Wochen haben die Bienen, wenn
vorhanden, kurze trockene Sonnenscheinphasen immer mal wieder für Sammelflüge
genutzt. So waren sie hier im Norden u.a. kurz in den Kirschblüten und derzeit in Apfel- und
Löwenzahnblüten unterwegs. Dort erledigen sie ihren Bestäubungsjob und sammeln Pollen
und Nektar. Gleichwohl wird jedoch wegen der niedrigen Temperaturen nicht aus jeder
Blüte eine Frucht hervorgehen. Ein Teil der Blüten ist in den frostigen Nächten abgestorben,
ohne dass je eine Biene sie besuchen konnten. Wegen der niedrigen Temperaturen fliegen
die Bienen bekanntlich auch eher kürzere Strecken im Umfeld ihres Stockes.
Gleichwohl kann die Witterung auch zum Tod von Sammelbienen führen und die Völker
haben in den letzten Wochen durchweg so stetig Flugbienen verloren. Honigbienen sind
wechselwarme Tiere (poikilotherm), also normalerweise abhängig von der Außentemperatur,
und nicht gleichwarm (homoiotherm) wie beispielsweise Säugetiere und Vögel.
Die Körpertemperatur wechselwarmer Tiere entspricht nahezu der Temperatur der
Umgebung. Im Bienenvolk ist es durch das Wärmen des Brutnestes relativ warm. Die Bienen
können aufgewärmt problemlos zum Ausflug starten. Landen sie dann jedoch auf kalten
Flächen, sammeln an kalten und vielleicht sogar feuchten Blüten insbesondere in Bodennähe
(z.B. am Löwenzahn), verlieren sie womöglich so viel Wärme, dass sie nicht wieder starten
können. In der Folge verklammen sie und gehen ein. Selbst Bienen, die auf dem Rückflug
zum Bienenstock auf dem kalten Boden oder im feuchten Gras vor dem Stockeingang
landen, verklammen schnell und schaffen nicht mehr die Rückkehr ins wärmende Volk.
Häufig findet man dann kleine zusammengeklumpte Haufen von Bienen mit Pollen-
Ladungen (siehe Foto).
Dies, sowie auch der diesjährige Witterungsverlauf im April sind nichts Neues. Die
Bienenvölker als Ganzes werden damit zurechtkommen und die Flugbienenverluste
ausgleichen. Sicherlich wünscht man sich als Imker oder als Imkerin einen besseren Verlauf
der Frühjahrsentwicklung, aber die Bienenvölker werden diese Situation, wenn vielleicht
auch etwas kleiner als üblich und eventuell mit etwas geringeren Honigerträgen meistern.
Wir verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking und Dr. Werner von der Ohe
LAVES Institut für Bienenkunde Celle
Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle
Unsere Informationsangebote finden Sie unter:
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Deutscher Imkerbund und Vereine.
Aufbau der Organisation

Das bedeutet für uns:
wir sind Mitglied in den Verbänden.

Deutscher Imkerbund e.V. / DIB
Landesverband Hannoverscher Imker e.V.

Imkerverein Teufelsmoor


Vortrag Ingo Lau
Thema: Einraumbeute

Wir danken Ingo Lau für die anschaulichen Informationen

Infobrief Celle 05.04.2017

Textauszug Infobrief Laves vom 05.04.2017


Der „Sommerfrühling 2017“ bescherte dem vergangenen März einen echten Rekord
Nach Auskunft der Meteorologen war der März 2017 der wärmste März in den letzten 136 Jahren, also seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der April startete fast überall in Deutschland sehr freundlich, doch er bleibt wohl in dieser Woche seinem wechselhaften Charakter eher treu. Aber schon am kommenden Wochenende steigen die Temperaturen lokal wieder auf 20 Grad an. Man kann zuschauen wie die Natur „explodiert“ und die Bienenvölker entwickeln sich durchweg gut, obwohl sie etwas schwächer gestartet sind als im Vorjahr. Viele Jungbienen haben die Winterbienen ausgetauscht. Pollen wurde eingetragen, verfüttert und der Überschuss eingelagert. Dort wo zwischenzeitlich kein Regen fiel, haben die Bienen offenkundig bislang wenig Nektar eingetragen und verbrauchen weiterhin ihre Wintervorräte. Gut, wenn man im letzten Jahr ausreichend eingefüttert hat. Sicherlich haben die meisten ein-räumig überwinterten Bienenvölker inzwischen den 2. Brutraum erhalten.
Haben Sie schon leere Drohnenrahmen eingehängt und Honigräume aufgesetzt?
Jetzt beginnt hier im Norden die Kirschblüte und das ist der richtige Zeitpunkt die Völker 1.) mit einem (nicht ausgebauten) Drohnenrahmen im Brutraum und 2.) zwei-zargige Völker mit einem Honigraum über Absperrgitter auszustatten. Unsere Völker sind in der letzten Woche entsprechend so schon ausgestattet worden.
Zu 1.) Für das Einhängen von Drohnenrahmen (Leer-Rähmchen eventuell mit Anfangsstreifen) muss Platz im 2.Brutraum geschaffen werden. Völkern, die über ausreichend Futtervorräte verfügen, entnimmt man dazu eine voll verdeckelte Randwabe. Wer über regelmäßig gezogene Futterkranzproben weiß, dass seine Völker gesund und frei von Amerikanische Faulbrut sind, kann diese Futterwaben dann später bei der Erstellung von Jungvölkern verwerten. Der Drohnenrahmen sollte Platz an der zweit-äußeren Position am Rand des Brutnestes finden. Für die spätere Kontrolle und Entnahme der Drohnenrahmen ist es sinnvoll, bei allen Völkern gleich zu verfahren. So spart man sich die Suche nach dem Drohnenrahmen.
Zu 2.) Wahrscheinlich hat die Mehrzahl der Imker und Imkerinnen das schöne letzte Wochenende genutzt, um zwei-zargige Völker mit einem Honigraum über Absperrgitter auszustatten. Wird den Völkern jetzt nicht ein Honigraum aufgesetzt und das gute Wetter hält weiterhin an, lagern die Bienen eingetragenen Nektar im Brutnest ab. Der Königin stehen dann nur begrenzt leere Brutzellen zum „Bestiften“ zur Verfügung. Gleichzeitig gibt es derzeit eine Überzahl junger Bienen mit voll ausgebildeten Futtersaftdrüsen. Wenn diese ihren Futtersaft nicht an eine Vielzahl junger Larven verfüttern können, weil die Königin kein Platz zum Eierlegen vorfindet, ist der Grundstein für die Schwarmzeit gelegt. Das Aufsetzen des Honigraums über Absperrgitter wird zeitlich mit dem Einhängen des Drohnenrahmens in den 2.Brutraum kombiniert.
Wenn 1-zargige (Jung-)Völker bislang noch nicht erweitert wurden, dann erhalten diese jetzt auch einen Drohnenrahmen und zudem einen Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt. Wenn diese Völker den Honigraum angenommen haben, werden sie mit einer zweiten Brutzarge erweitert, die man einfach untersetzt.
Bitte keine Brutwaben als „Lockmittel“ in den Honigraum hängen
Manch ein Imker schwört auf das „Locken“ der Bienen mit in den Honigraum umgehängten Brutwaben. Davon raten wir dringlich ab, denn Brutwaben haben im Honigraum nichts zu suchen. Es birgt zwei Gefahren: 1.) bei einsetzenden Nachtfrösten kann die hochgehängte Brut womöglich verkühlen, weil nicht genügend Bienen diese wärmen und ggf. werden jüngere Larven wieder aufgefressen, 2.) wird nach dem Hochhängen der Brut diese nicht alsbald auf Nachschaffungszellen hin untersucht und entsprechend diese ausgebrochen, riskiert man auch noch den Verlust der eigenen Königin, weil diese als Folge der Nachschaffung im Honigraum dann womöglich den Bienenkasten mit einem Teil der Bienen als Schwarm verlässt.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking und Dr. Werner von der Ohe

LAVES Institut für Bienenkunde Celle Herzogin-Eleonore-Allee 5, 29221 Celle

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Jahreshauptversammlung 2017

Die Jahreshauptversammlung 2017 ist vollbracht. Wir begrüßen Jörg Haack und Tobias Voller im Vorstand, sowie Frauke Bischoff und Ulli Iking als neue Obleute, über die wir uns sehr freuen.



Einige Jubilare durften wir ehren, Hella Ahrens 15 Jahre , Günther Bruns 15 Jahre und Jörn Horchler 25 Jahre.



Wir freuen uns auf ein neues Bienenjahr 2017. Leider sind doch etliche Völker verlustig gegangen.

Imkerkurs 2016-2017

Sehr haben wir uns über 28 Anmeldungen gefreut. Einige haben sich von dem Bienenvirus anstecken lassen. Wir danken Guido Eich, für die immer informative und kurzweilige Schulung.

Vortrag Guido Eich - Völkervermehrung

In dem ziemlich ausgebuchten Mitmachmuseum durften wir einem fesselnden, wie immer anschaulichen Vortrag hören, Danke Guido.

Infobrief Celle vom 11.04.2016

Infobrief vom 11. April 2016
■ Institut für Bienenkunde Celle
Die Kirschblüten gehen hier in Celle jetzt auf – Zeit die Honigräume aufzusetzen und die
Völker mit einem Baurahmen für den Drohnenbau auszustatten
Die Kirsch-Blüte beginnt gerade in Celle und der Frühling ist mit fast sommerlichen
Temperaturen zumindest tagsüber nun endlich da. Die Bienenvölker wachsen jetzt stetig
und können so die Frühjahrstracht von Ahorn, Süßkirsche und Löwenzahn nutzen. An einigen
Stellen beginnt sogar der Raps die ersten Blüten zu öffnen. Wahrscheinlich ist dieser frühe
Blühbeginn beim Raps Ergebnis der Züchtung. Der Beginn der Kirschblüte ist bekanntlich das
phänologische Signal für den Imker die Honigräume aufzusetzen und die Völker mit einem
Bau-/Drohnenrahmen auszustatten.
Was ist derzeit zu tun?
2-zargige Völker erhalten den Honigraum über Absperrgitter und gleichzeitig einen
Baurahmen in die obere Brutraumzarge gehängt. Um Platz für den Baurahmen zu schaffen,
wird aus der 2ten Zarge eine Randwabe entnommen.
Die ehemaligen Jungvölker, die Sie unlängst um eine Zarge erweitert haben, erhalten auch
jetzt ihren Honigraum über Absperrgitter. Wahrscheinlich haben diese Völker die
Erweiterungszarge gut angenommen, aber die meiste Brut befindet sich immer noch in der
unteren Zarge. Dann empfiehlt es sich vor dem Aufsetzen des Honigraumes die beiden
Brutzargen zu tauschen, so dass die zuletzt aufgesetzte Zarge auf den Beutenboden gestellt
und die andere Zarge die 2te Position einnimmt.
Ehemalige Jungvölker, die bislang nur in einer Zarge gesessen haben, erhalten auch ihren
Honigraum über Absperrgitter und eine Brutraum-Erweiterung dann in zwei bis drei
Wochen. Dann wird die Brutraum-Erweiterungszarge „untergesetzt“.
Denken Sie daran, dass auch die ehemaligen Jungvölker mit einem Baurahmen ausgestattet
werden müssen, wenn Sie denen einen Honigraum aufsetzen.
Ist die Varroa-Situation und damit der Bekämpfung nach dem milden Winter anders und
damit die Varroa-Bekämpfung auch anders zu gestalten?
Die Antwort lautet knapp und kurz nein!
Es gibt besorgte Imker, die aufgrund der milden Witterungslage und der in manchen Völkern
lange anhaltenden Bruttätigkeit, sich besondere Sorge um die Varroa-Belastung in ihren
Völkern machen. Das ist eigentlich unbegründet. Es ist richtig, dass man davon ausgehen
sollte, dass manche Völker mit einer größeren Startpopulation an Varroa-Milben jetzt ins
Frühjahr gehen als in anderen Jahren. Aber an den Maßnahmen zur Varroa-Reduzierung
während der Saison ändert sich nichts – sie sollten aber unbedingt gewissenhafter
durchgeführt werden. Das heißt, wie in allen anderen Jahren, stets rechtzeitig den
Drohnenrahmen zu schneiden und über die Erstellung von neuen Jungvölkern Varroa-Milben
den Wirtschaftsvölkern zu entnehmen.
Was aber dringlich sein wird, ist die gewissenhafte Überprüfung des natürlichen
Milbentotenfalls Mitte Juli, um dann die Varroa-Belastung der Völker zu ermitteln. Denn
dann kann es durchaus so sein, dass womöglich mehr Völker schon die Schadschwelle zur
Bekämpfung der Varroa-Milbe erreicht haben als in anderen Jahren.
Zunächst wünschen wir Ihnen weiterhin eine erfolgreiche und schöne Bienensaison 2016
und verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking
Dr. Werner von der Ohe
LAVES Institut für Bienenkunde Celle
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Lilienhof

Jetzt nach dem Frühlingsanfang sind auch wieder Bienen auf dem Lilienhof eingezogen, wir hoffen auf eine schöne Ernte.

Infobrief Celle 21.03.2016

Infobrief vom 21. März 2016
■ Institut für Bienenkunde Celle
Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang blühen in Celle die ersten Salweiden auf –
jetzt kann das Imkern losgehen
Die Salweiden-Blüte beginnt in Celle seit dem letzten Wochenende hier und da noch
zögerlich. Insgesamt kann auch der Frühling bei den vorherrschenden eher niedrigen
Temperaturen sich nicht wirklich durchsetzen, obwohl bei frühblühenden Bäumen und
Hecken längst schon ein Teil der Blüten aufgegangen ist. Die Bienen konnten
zwischenzeitlich immer etwas fliegen und sogar etwas Pollen eintragen, dennoch steht für
sie das Signal zur Ausweitung der vorhandenen kleinen Brutflächen noch aus. Das löst
bekanntlich der massive Polleneintrag aus der Salweide aus. Folgt man den
Wetterprognosen, so werden auch die nächsten Tage hier nicht den Durchbruch bringen.
Wenn auch die Bienenvölker derzeit noch nicht wachsen, so geht die Bienensaison für die
Imker jetzt los.
Was ist derzeit zu tun?
Die Jungvölker werden erweitert und schwächere Völker werden zum Ausgleich der
Volksstärke auf starken Völkern „zwischen-geparkt“. Zudem muss nach wie vor der
Futterstand bei den Völkern kontrolliert und notfalls gefüttert werden (siehe dazu unser
Infobrief vom 08.Februar 2016).
Mit Blick auf die kommenden Feiertage kann man keinen Fehler begehen, 1-zargige Völker
mit dem Aufblühen der Salweiden jetzt zu erweitern. Die 1-zargigen Jungvölker werden
erweitert, indem man ihnen eine Zarge mit in der Mitte positionierten ausgebauten (hellen)
Waben und rechts und links Mittelwände aufsetzt.
Ausgleich der Volksstärken
Sollten sich schwache Völker unter Ihren befinden, die jetzt weniger als vier Wabengassen
besetzen und keine Krankheitsanzeichen aufweisen, so sollten Sie diese über ein Königinnenabsperrgitter
auf Ihre stärkeren Völker, die bereits eine Zarge füllen, aufsetzen und dort
„zwischen-parken“. Die beiden Völker nutzen dann ein gemeinsames Flugloch. Das
aufgesetzte Volk erhält somit Pflegehilfe von unten und baut in kurzer Zeit ein Brutnest aus,
das nach 2-3 Wochen fast genauso groß ist wie das des unteren Volkes. Nach 4 bis 5 Wochen
müssen Sie die beiden Völker wieder trennen. Stellen Sie dann das ehemals schwache, oben
aufgesetzte Volk auf den Boden des zuvor stärkeren Volkes und letzteres auf einen neuen
Boden daneben. Dieses Verfahren funktioniert sehr gut. Sollte eine nicht „vollwertige“
Königin die Ursache für die Schwäche des einen Bienenvolkes sein, so werden die
aufgesetzten Bienen in das untere, starke Volk umziehen und ihre Königin verlassen.
Jetzt, wenn noch nicht geschehen, Futterkranzproben ziehen
Sollten Sie eine Wanderung mit Ihren Bienenvölkern in pollenreiche Frühtrachten oder die
späteren Obstbaum- und Rapstrachten vorhaben, sind Sie sicherlich schon in Besitz einer
Seuchenfreiheitsbescheinigung. Wenn nicht, raten wir Ihnen dringend jetzt
Futterkranzproben für die Untersuchung auf Sporen des Erregers der Amerikanischen
Faulbrut zu nehmen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Bienensaison, schöne Osterfeiertage und
verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking
Dr. Werner von der Ohe
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Vortrag vom 10.03.16 Georg Macha:
Auswinterung und Königinnenzucht

Der Imkermeister Georg Macha hat uns einen beeindruckenden Einblick in seinen langjährigen Erfahrungsschatz gegeben.

Vortrag vom Bremer Imkerverein 01.03.2016

Liebe Imkerkollegen,

gerne möchten wir Sie über den Vortrag „Amerikanische Faulbrut – Die Welt hinter Schleim“ von Hannes Beims (Universität Braunschweig) informieren, der am kommenden Dienstag, den 01.03.2016 um 19.30 Uhr im Hanna-Harder-Haus, Berliner-Freiheit 9C in Bremen, Vahr im Rahmen des Vereinsabends des Imkerverein Bremen von 1875 e.V. stattfinden wird. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Der Biologe Hannes Beims wird uns den bakteriellen Erreger der „Amerikanische Faulbrut“ vorstellen, die dadurch ausgelöste Krankheit im Bienenvolk erläutern und mögliche Therapiemethoden aufzeigen. Beims Arbeit befasst sich in enger Zusammenarbeit mit dem LAVES – Institut für Bienenkunde in Celle mit der Erforschung der Infektion auf molekularer Ebene. Hierzu wird das genetische Potential der Erregertypen analysiert. Anbei finden Sie einige Informationen zum Werdegang des Referenten.

Bitte informieren Sie Ihre Vereinsmitglieder über den Vortrag. Der Vortrag ist kostenfrei.

Wir freuen uns über Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Jonas Marks

stellvertretender Vorsitzdender
Imkerverein Bremen von 1875 e.V

Varroawetter

Hier kann man eine Empfehlung abfragen, ob das Wetter für eine Behandlung geeignet ist.

den Link anklicken oder kopieren, dann die eigene PLZ eintragen.


http://www.bbs-landwirtschaft.de/internet/global/inetcntr.nsf/dlr_web_full.xsp?src=C5X80AJE01&p1=05Y4210002&p3=D2KEU5C709&p4=XF10F330RV

Neues aus Celle 08.02.2016

Infobrief vom 08.Februar 2016
■ Institut für Bienenkunde Celle
Die Futtervorräte in den Bienenvölkern könnten knapp werden. Notfalls muss schon jetzt
eine Notfütterung durchgeführt werden!
Normalerweise reichen Futtervorräte bis zum Beginn des Trachteintrages im Frühjahr aus,
wenn 1-zargige-Völker bei der Winterauffütterung 15 kg Zucker (was 20 Liter Zuckerwasser
3:2 entspricht) und 2-zargige-Völker 20 kg Zucker (was 30 Liter Zuckerwasser 3:2 entspricht)
erhalten haben. Wer weniger gefüttert hat, der muss jetzt den Futtervorrat überwachen und
einschreiten, bevor er von den Bienen aufgebraucht ist.
Das gilt aber womöglich in diesem Jahr auch für Imker, die ausreichend eingefüttert haben.
Viele Bienenvölker haben bis spät in den Dezember 2015 hinein gebrütet und dabei mehr
Futter verbraucht als es in „normalen“ Wintern der Fall ist. Die Bienenvölker brüten jetzt
schon wieder und wärmen ihre Brut. Das Brutnest muss von den Bienen durchgehend auf
35 °C warm gehalten werden. Dabei nimmt auch ihr Futterverbrauch deutlich zu und die
Futtervorräte entsprechend schnell ab.
Derzeit sind die Temperaturen zwischenzeitlich eher ungewöhnlich warm, dass die Völker
zwar auch an Futter weiter entfernt vom Brutnest gelangen können, wenn davon noch
etwas vorhanden ist. Aber der Verbrauch wird noch weiter steigen. Am meisten Futter
verbrauchen natürlich die stärkeren Völker, weil diese besonders viel Brut anlegen. Das tun
die Völker allerdings nur, wenn sie genügend Futtervorräte haben. Wenn diese vorher zur
Neige gehen, droht ihnen gar der Hungertod.
Führen Sie jetzt eine Futterkontrolle bei all Ihren Völkern durch
Um den Vorrat sicher einschätzen zu können, sollten Sie die Abdeckfolie auf den Völkern
dort abziehen, wo das Bienenvolk nicht sitzt und in die Wabengassen schauen. Nicht von den
Bienen besetzte Waben sollten jetzt (noch) mit Futter gefüllt sein. Dazu müssen die Waben
nicht gezogen werden, denn die verdeckelten Zellen und Futterkränze sind auch so von oben
zu erkennen. Eventuell nutzen Sie zur Unterstützung dabei eine Taschenlampe. Wenn die
Randwaben leer sind und die mit Bienen besetzten Waben keine Futterkränze haben, muss
unbedingt eine Notfütterung durchgeführt werden.
Verschiedene Möglichkeiten der Notfütterung
a) Wenn Sie im Wabenlager keine Futterwaben vorrätig haben, können Sie von den
schwereren Ihrer eigenen Völker, die über überschüssiges Futter verfügen und meist auch
schwächer sind, eine volle Wabe entnehmen und diese Futterwaben zur Notfütterung ihren
anderen Völkern zuhängen.
b) Wenn Ihre Beuten über einen hohen Unterboden verfügen, können Sie Flüssigfutter
(Fertigfutter oder eine Zuckerlösung 3:2) dort mit Schwimmhilfe anbieten. Bitte beachten Sie
dabei, dass bei Völkern, die in zwei Zargen überwintern, die Bienen oftmals in der oberen
Zarge sitzen. Dann bekommen die Bienen womöglich keinen Kontakt zum Futter im hohen
Unterboden. Dann müssen Sie wie unter c) dargestellt verfahren.
c) Sollten Ihre Beuten mit flachen Böden ausgestattet sein, so müssen Sie in der mit Bienenbesetzten
Zarge Platz neben dem Bienensitz schaffen, indem Sie leere Waben
herausnehmen. Dort können Sie eine Futtertasche positionieren, in der Sie das Futter mit
Schwimmhilfe reichen. Dazu eignet sich notfalls auch eine leere, aber zuvor gesäuberte(!)
„Tetra Pak“-Packung. Diese Fütterungshilfe muss an den Bienensitz gestellt werden und die
Bienen dahin Kontakt bekommen.
Wenn Sie eine solche Notfütterung durchführen, dann füttern Sie eher mit kleinen
Portionen. Zudem sollten Sie dann unbedingt die Fluglöcher wieder einengen, denn die
Fütterung könnte eine Räuberei anderer Bienen provozieren. Sollte aufgrund der
Außentemperaturen am Tag der Fütterung gar Flugbetrieb der Bienen möglich sein, dann
empfiehlt es sich am Abend zu füttern.
Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, dann wenden Sie sich gerne an die
Bienenzuchtberater des Institutes:
□ Herrn Guido Eich (Email guido.eich@laves.niedersachsen.de , tel.: 0178 3121853)
□ Herrn Ingo Lau (Email wulf-ingo.lau@laves.niedersachsen.de , tel.: 05141 90503-64 und
0178 3121846)
Wir verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking
BZB Guido Eich
BZB Ingo Lau
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Jahreshauptversammlung und Ehrung

Es freut uns sehr, Holger Meyer für seine 15 jähringe Mitgliedschaft zu danken.

und sie fliegen doch

25.12.2015 man mag kaum glauben, aber die Bienen sind am sammeln.

Information aus dem LAVES vom 14.12.2015

Infobrief vom 14.Dezember 2015
■ Institut für Bienenkunde Celle
Jetzt die Restentmilbung vornehmen oder immer noch abwarten?
Nachdem im November für ein paar Tage frostige Temperaturen vorherrschten, hatten wir
mit unserem Infobrief vom 23.November in Aussicht gestellt, dass als Folge die Bienen das
Brüten einstellen werden und ab Mitte Dezember diese dann im brutfreien Zustand
behandelt werden könnten. Zwischenzeitlich waren dann - ungewöhnlich für den Dezember

  • die Temperaturen wieder angestiegen. In einigen Gärten sieht man schon die Blattspitzen
    von Tulpen aus dem Boden hervorsprießen und es gibt in der Tat Bienenvölker, die heute
    noch verdeckelte Brut haben. Bekanntlich gilt das insbesondere für die schwächeren Völker
    und diejenigen mit höherem Milbenbefall. Dennoch, der überwiegende Teil der
    Bienenvölker hat das Brüten zwischenzeitlich eingestellt. Diese konnten also behandelt
    werden. Was einige Imker bereits getan haben.
    An unseren Empfehlungen vom 23.November hat sich (fast) nichts geändert
    Prinzipiell gilt es, die Restmilbenpopulation in den Völkern bis Ende des Jahres auf ein
    Minimum zu reduzieren, damit die Startpopulation mit Beginn der nächsten Saison so gering
    wie möglich ist.
  • Erst muss eine Gemülldiagnose erfolgen und dann wird behandelt; diese Kontrolle des
    natürlichen Milbenabfalls sollte Anfang Dezember erfolgt sein. Nach einer Woche
    Windeleinlage hat man ausreichend Kenntnis über den Milbenbefall und den Wintersitz der
    Bienen erlangt.
  • Behandelt wird nach dem Schadschwellenprinzip; als Schadschwelle gilt, wenn der
    natürliche Milbenfall bei 1 Milbe/Tag oder höher liegt, muss eine Restentmilbung auf jeden
    Fall erfolgen. Völker, die weniger als 1 Milbe täglichen Totenfall aufweisen, müssen nicht
    behandelt werden. Wer sehr unterschiedliche Milbenzahlen bei den Bienenvölkern eines
    Standes feststellt, sollte sicherheitshalber alle Völker behandeln.
  • Grundsätzlich darf nur ein einziges Mal mit Oxalsäure behandelt werden; daher muss der
    Behandlungszeitpunkt optimal gewählt werden. Dazu müssen die Völker brutfrei sein und
    möglichst eng in der Wintertraube sitzen.
  • Es gilt für die abschließende Behandlung nicht das Prinzip „auf Teufel komm raus“ diese
    durchzuziehen.
    Da ein Teil der Völker noch immer verdeckelte Brut aufweist, sollte bei diesen Völkern
    zunächst noch abgewartet werden. Werden Sie nicht ungeduldig und zerstören gar die
    Restbrut. Damit gewinnt man keinen Vorsprung. Man läuft eher Gefahr, unnötigen Schaden
    an den Bienenvölkern anzurichten.
    Wenn man auch derzeit nicht wirklich von Winter sprechen kann und das
    Behandlungsfenster am 31.12.2015 schließt, so zeigen die längerfristigen Wetterprognosen,
    dass an den Weihnachtsfeiertagen mit der Zufuhr kühlerer Luftmassen gerechnet wird. Dann
    wären die Tage zwischen Weihnachten und Silvester geeignet, um die Restentmilbung
    durchzuführen.
    Sollte wider Erwarten auch dann keine Behandlung möglich oder Sie verhindert sein, dann
    gilt es im nächsten Jahr 2016 die Varroa-Reduzierung während der Saison noch
    gewissenhafter zu betreiben.
    Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und auch im kommenden Jahr viel Erfolg und Spaß
    mit Ihren Bienen und verbleiben mit den besten Grüßen
    Dr. Otto Boecking
    Dr. Werner von der Ohe
    LAVES Institut für Bienenkunde Celle
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Weihnachtsfeier

In diesem, wie in den Vorjahren, haben wir uns wieder im Lilienhof versammelt und bei Kaffee, leckeren Kuchen und netter Musik, ein paar Stunden gemeinsam verbracht. Dank an Friedo und sein Team.









Bienenprodukte für die Gesundheit
-Gutes aus dem Bienenvolk

Bienenprodukte für die Gesundheit

  • Gutes aus dem Bienenvolk

Vortrag am 12.11.2015 in Osterholz-Scharmbeck




Bienen sind nicht nur fleißige Honig Lieferanten, sondern können mit verschiedenen Produkten den Menschen nützlich sein.
Die Produkte Honig, Pollen, Wachs, Propolis, Gelee-Royal, Bienenluft und Bienengift werden beschrieben und deren Anwendungen erklärt. Ergänzt werden die Ausführungen durch praktische Tipps und Rezepte. Technische Geräte wie der Propolis-Verdampfer werden vorgestellt.
Die meisten Produkte werden gezeigt und können ausprobiert werden. Sie können in jeder Hausapotheke Verwendung finden.

Rolf Krebber betreibt eine eigene kleine Imkerei und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Apitherapie, hält Vorträge, gibt Seminare und berät Menschen mit unterschiedlichen Beschwerden. Vor zwei Jahren hat er die Apithek entwickelt und die dazugehörige Broschüre geschrieben.
Seit Juli 2013 lebt er im Emsland, Meppen- Schwefingen und bietet seine Vorträge für Gruppen wie den Landfrauen oder Seniorengruppen an, arbeitet aber auch intensiv mit Medizinern, Apothekern und Heilpraktikern zusammen.
Aber auch ein Besuch in Kindergärten und Schulklassen kann angefragt werden. Eine Besonderheit ist die Gestaltung eines Kindergeburtstages- im Sommerhalbjahr sogar mit lebenden Bienen im Garten des Geburtstagskindes. Seine Honey-Moon Abende am Gartenhaus sind sehr beliebt.

Gerne gibt Rolf Krebber weitere Informationen unter
05931/8458185 oder unter rolf-krebber@gmx.de
Oder www.krebber-imkerei.de

Vortrag Kirsten Schmidt

Zum Thema: Herbstzeit ist Pflanzzeit! Was fehlt meinen Bienen zum Glück, hat Kisten Schmidt eine Sammlung von bieneninteressanten Pflanzen mit den Anwesenden zusammengestellt und die Details besprochen.
Herzlich Dank dafür.

Polenreise 2015

Imker aus dem Landkreis besuchen Kwidzyn

Der Imkerverein Teufelsmoor suchte schon seit längerer Zeit Kontakte zu Imkern im europäischem Ausland. Mit Hilfe des Landkreises Osterholz und dessen Partnerkreis Kwidzyn, im Süden von Danzig, hatte Harald Rabenstein schon vor zwei Jahren den Kontakt zu einer Imkerin aufgenommen. Ende August dieses Jahres fuhren sechs Imker aus dem Landkreis nach Marienwerder - die alte deutsche Bezeichnung der Kreisstadt- , gen Osten, um etwas über die Betriebsweise der dortigen Hobbyimker zu erfahren.
Die zwei Aufenthaltstage erwiesen sich für die Teilnehmer Harald Brummerloh, Hannelore Haar, Friedo Gerke, Christine und Klaus Koepp und Harald Rabenstein als äußerst informativ. Erstes Ziel war eine Naturkundestation, ähnlich der Biosstation in Osterholz-Scharmbeck. Angeboten werden naturkundliche Kurse für jedes Alter. Einen Schwerpunkt bildet dabei das Imkereiwesen.
Desweiteren besuchten die Gäste aus dem Landkreis Osterholz drei Imkerkollegen aus dem Landkreis Kwidzyn. Hier wurde über die unterschiedlichen Betriebsweisen gesprochen. So gibt es in Polen andere Beutenmaße und, bedingt durch die klimatischen Unterschiede, einen etwas anderen Zeitablauf bei der Arbeit mit den Bienen. Während die Bienenrasse Carnica auch in Polen verbreitet ist, findet man die in Westeuropa auch verbreitete Rasse Buckfast in Polen nicht.
Beindruckt waren die Vertreter des Imkervereins Teufelsmoor von dem Improvisationskönnen eines Hobbyimkers. So hat dieser zum Beispiel ein Bierfass zu einem Abfüllfass für Honig umfunktioniert und eine automatische Fütterungsanlage aus Gartenschläuchen für die Herbst- auffütterung entwickelt.
Im Kreis Kwidzyn gibt es keine Berufsimker sondern drei Imkervereine für Hobbyimker mit jeweils ca. 60 Imkern. In der Summe entspricht dieses etwa auch der Anzahl der Hobbyimker im Landkreis Osterholz.
Abgerundet wurde der Besuch in Kwidzyn durch touristische Besuche auf der Marienburg, in Elblag und einem Bauernhof, der Agrotourismus anbietet.
Ein besonderes Erlebnis war für Hannelore Haar der Besuch in Kwidzyn, da sie ihre frühe Jugend dort verbracht hatte. Ohne Vorbehalte halfen die polnischen Gastgeber dabei ihr Elternhaus zu finden.
Auch hierbei wurde deutlich, wie wichtig der direkte Kontakt zwischen den Menschen ist, um Vorurteile, nach so viel Leid in der Vergangenheit, abzubauen und gemeinsam den Europäischen Weg zu gehen.
Gerne würden die Imker des Imkervereins Teufelsmoor im nächsten Jahr Bienenfreunde aus dem Landkreis Kwidzyn, die sie mit so viel Gastfreudschaft empfingen, im Landkreis Osterholz begrüßen, um ihnen die hiesigen Gegebenheiten zu zeigen.

Teilnehmer: Harald Brummerloh, Harald Rabenstein, Christine Koepp, Klaus Koepp, Anja Swiatkowska, Frido Gerke, Hannelore Haar, Kasia Drelich, Ryszard Mówinski.

Artikel in der Wümmezeitung, Varroa Bekämpfung mittels Wärme.

In der Wümmezeitung vom 05.08.2015 wurde ein "neues Konzept" der Milbenbekämpfung vorgestellt.


Diesen Artikel haben wir an das Bieneninstitut in Celle geschickt. Hier die Antwort.

Hyperthermie als Verfahren zur Varroa-Bekämpfung ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Erste Untersuchungen erfolgten an der Universität Tübingen in der AG von Prof. Engels. Seitdem wurde diese Verfahren in verschiedenen technischen Konstruktionen auf den Markt gebracht ohne, dass diese je einer wissenschaftlichen Untersuchung auf ihre Funktionstüchtigkeit hin geprüft wurden. Das aktuell intensiv beworbene System „Bienensauna“ ist ebenfalls überhaupt nicht überprüft. Das Unternehmen war auch nicht bereit eine wissenschaftliche Untersuchung des Systems in unserem Haus betreiben zu lassen, weil es die Kosten nicht aufbringen wollte.
Das Verfahren ist technisch theoretisch möglich, scheitert aber am „System“ Bienenvolk. Bei Hyperthermie sind zwei Verfahren zu unterscheiden: es gibt Systeme, bei denen ausschließlich die Brut behandelt wird. D.h. die Bienen müssen abgekehrt werden und die Bienen-freien Waben werden über einen Zeitraum von mehreren Stunden in einer Art Wärmeschrank behandelt. Das Problem ist, dass die offene Brut darunter leidet und Larven ihre Zellen verlassen. Brutwaben stellen eine „träge Masse“ dar, deshalb werden auch nicht alle Varroamilben ausreichend der höheren Umgebungswärme ausgesetzt. Bei einem zweiten Verfahren werden die Bienenvölker komplett (Brut + Bienen) mehrere Stunden behandelt. Das ist äußerst schwierig, da die erwachsenen Bienen versuchen die Temperatur auf ihrem Soll-Betrag zu halten. Die Wirksamkeit des Verfahrens ist weder wissenschaftlich noch empirisch belegt. Von daher kann das Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt nicht als verlässliche Methode zur Varroa-Bekämpfung eingestuft werden. Die Hyperthermie ist als alleinige Methode kein sicherer Weg, um die Bienen vor der Varroa ausreichend zu schützen.
Die Technik ist teuer und für Imker mit mehreren Völkern überhaupt nicht zu bewerkstelligen. Es gibt verlässliche Varroa-Bekämpfungskonzepte, da bedarf es aus meiner Sicht keiner „LED beleuchteter, Unterwasser-tauglicher und Computer gestützter Eierharfen mit zusätzlicher Weckfunktion“

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Dr. Otto Boecking

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
(LAVES) Institut für Bienenkunde Celle
Herzogin-Eleonore-Allee 5 - 29221 Celle, Germany

Tag der Deutschen Imkerei 5.07.2015

Tag der deutschen Imkerei

Darauf haben wir am „Tag der deutschen Imkerei“, der unter dem Motto „Gesunde Bienen brauchen bunte Vielfalt“ steht, besonders hingewiesen. Denn jeder kann durch eine bienenfreundliche Gestaltung des Gartens, der Terrasse oder des Balkons dazu etwas beitragen. Auf der Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck haben wir an diesem Tag über die Imkerei informiert, dazu wurde ein Schaukasten und diverse Imkerutensilien aufgestellt und gezeigt.



Bienenkorb-Restaurierung

Die Bienenkörbe auf der Museumsanlage Osterholz-Scharmbeck hatten mal eine Pflege dringend nötig. Unsere Imker haben diese duftende Arbeit perfekt erledigt.


Backtag 01.05.2015 Lilienhof

Im Rahmen des Backtages auf dem Lilienhof in Worphausen, haben wir den Besuchern auch die Imkerei nahe gebracht. Und leckeren Honig verkostet.


Harald Brummerloh über Borreliose

Mitgliederversammlung vom 11. November 2010:
Harald Brummerloh hält einen Vortrag über Borreliose, der für den Februar geplant war.

Zecken sind eine Gefahr für alle, die sich in der Natur aufhalten. Durch einen Zeckenbiss kann man sich mit zwei Krankheiten infizieren:
1. FSME (Hirnhautentzündung), eine Viruserkrankung, die hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich, ehemals Jugoslawien, den Baltischen Ländern und Ostschweden vorkommt. Dagegen gibt es eine Impfung.
2. Borreliose, eine Krankheit, die durch Bakterien (Borrelien) hervorgerufen wird und in ganz Deutschland und vielen anderen Ländern vorkommt. Man kann die Borreliose als Volkskrankheit bezeichnen, weil sie sehr häufig und mit den unterschiedlichsten Symptomen auftritt. Es gibt 3 Arten von Borrelien, die entweder die Gelenke, Organe oder Nerven befallen.

1985 wurde in Amerika erstmals der Erreger der Borreliose entdeckt, vorher war die Krankheit nicht nachweisbar.
Bildet sich nach einem Zeckenbiss eine Hautrötung, ist es eindeutig, dass mit Borreliose infiziert wurde. Da hilft am besten eine Antibiotikatherapie. Hat man nach einem Zeckenbiss keine Hautrötung, aber Symptome, z.B. Gelenkschmerzen, so kann man nach 6 Wochen eine Blutuntersuchung machen lassen. Erst ab diesem Zeitpunkt sind Antikörper nachweisbar. Beim sogenannten LTT-Test kann man mit Borrelien-Antigenen neue und verschleppte Borreliosen nachweisen. (machen nur wenige Labore, keine Kassenleistung)

Wer keine Antibiotika verträgt oder nicht nehmen möchte, hat die Möglichkeit, alternative Behandlungsmethoden zu wählen, z.B. Auszüge aus der Karde in Tropfenform. Es gibt viel Literatur und Informationen im Internet zu diesem Thema.
Zecken sind Spinnentiere und haben wie die Milben 8 Beine. Sie sind Parasiten, denn sie brauchen das Blut anderer Tiere oder Menschen zur Fortpflanzung.

Weltweit gibt es 800 Zeckenarten. Bei uns sind am häufigsten die Schildzecken und die Lederzecken. Zecken lieben feuchtes Laub, mögen keine Trockenheit und können lange ohne Nahrung auskommen.

Das Leben der Zecke:
Die Männchen sind kleiner als die Weibchen, sie benötigen weniger Blut zur Fortpflanzung. Hat sich ein Weibchen vollgesogen, legt es bis zu 3000 Eiern, wobei sie jedes Ei zum Schutz mit einer Wachsschicht umgibt. Hat sie alle Eier gelegt, stirbt sie. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die hell und sehr klein sind und 6 Beine haben. Sie benötigen eine Blutmahlzeit, z.B. von Mäusen, um sich häuten zu können. Danach wird eine Larve zur Nymphe, die nur wenig größer ist, aber 8 Beine hat. Diese braucht wiederum eine Blutmahlzeit, um sich häuten zu können. Nun wird daraus die erwachsene Zecke (Männchen oder Weibchen)) mit 8 Beinen und deutlich größer, die eine Blutmahlzeit zur Fortpflanzung braucht.

Zecken haben keine Augen, können also nicht sehen. Sie benutzen ihre Vorderbeine als Fühler und riechen so ihre Opfer. Das können Mäuse, Igel, Vögel, Eidechsen, Rehe, Hunde und andere Tiere sowie der Mensch sein. Auch Tiere können an Borreliose erkranken, einige sind aber lediglich Überträger.

Die Borrelien sitzen im Darm einer infizierten Zecke (auch Larve und Nymphe können bereits infiziert sein). Die Zecken saugen über einen längeren Zeitraum bis zu mehreren Tagen an ihrem Opfer, wobei sie erst gegen Ende des Saugvorganges ihren Mageninhalt mit den Borrelien ausspucken und so den Wirt infizieren. Daher ist es wichtig, eine Zecke so schnell wie möglich zu entfernen. (unbedingt vernichten) Am besten eignet sich eine Zeckenzange.

Feinde der Zecken sind Ameisen, Vögel und eine Miniwespe, die in Hohenheim inzwischen extra gezüchtet wird.
Man sollte aus Angst vor der Borreliose aber nicht die Natur meiden. Man kann mit Einreibemitteln kurzfristig die Zecken abwehren. Wichtig ist, abends nach Zecken am Körper Ausschau zu halten und sie schnell zu entfernen, wenn sich eine festgesetzt hat.

gez. Sylvia Brummerloh

Udo Kellner zum Thema Honig

Udo Kellner erzählt über seine Imkerei in Eldingen und dass er verschiedene Trachten anwandert, wie z.B. den Raps auf Fehmarn oder die Heide.

Beim Abfüllen ist Folgendes zu beachten:

  • eine Kopfbedeckung tragen

  • Eine geeichte Waage benutzen, denn Untergewicht ist ganz negativ.

  • Das Glas möglichst dicht unter den Abfüller halten, damit keine Luft in den Honig kommt.

  • Honig im DIB-Glas ist besser, da die Auflagen strenger sind als beim Neutralglas. Das DIB-Glas bürgt für Qualität.

  • Beim Etikett gehört oben das Haltbarkeitsdatum drauf. Die Sortenbezeichnung kann man sich drucken und vorn aufkleben. (Udo Kellner schreibt sich genau auf, welche Nummer der Banderolen auf welcher Honigsorte klebt, um eine bessere Kontrolle zu haben.)

  • Als Scheibenhonig sollte man nur Heidehonig in frischen Wachswaben anbieten, nicht auf gekaufter Mittelwand.

Was ist Honig?

  • ein naturbelassenes hochwertiges Lebensmittel

  • ein Heilmittel

  • ein hochwertiges Süßungsmittel

Blütenhonig besteht ausschließlich oder überwiegend aus Nektarien.

Honigtauhonig besteht ausschließlich oder überwiegend aus Honigtau oder Siebröhrensaft. Sortenbezeichnungen von Blütenhonigen sind: Raps, Frühtracht, Löwenzahn, Akazie, Linde, Sonnenblume, Kornblume, Phazelia,, Blütenhonig, Heidehonig, Sommertracht. Sortenbezeichnungen von Honigtauhonigen sind: Tannenhonig, Fichtenhonig, Waldhonig.

Auch 2 Bezeichnungen sind zulässig, z.B. Blütenhonig mit Linde oder Frühtracht mit Löwenzahn.

Die Inhaltsstoffe des Honigs sind: Verschiedene Zucker, Wassergehalt 14% - 18%, bei Heide bis 21%, Enzyme, Fermente, Diastase, Invertase, Vitamine, Mineralien, Säuren, Aminosäuren, Hormone, Inhibine, Flavonoide und Aromastoffe.

Der HMF-Gehalt sollte nicht über 15my/kg liegen. Auch bei sachgerechter Lagerung und optimaler Temperatur steigt der HMF-Gehalt um 3 ppm bei Honigtauhonig und um 5 ppm bei Blütenhonig. Darum sollte Honig nicht jahrelang aufbewahrt werden.

Wichtige Dinge bei der Bearbeitung des Honigs:

  • Sauberkeit: Beim Schleudern und Abfüllen sollte man eine Schürze oder eine saubere Imkerjacke tragen, außerdem eine Kopfbedeckung und Einweghandschuhe. Beim Einlegen der Deckeleinlagen in die Deckel trägt man am besten Handschuhe. Unter die sauberen Gläser legt man im Karton am besten Papiertücher.

  • Zustand: Man rührt den Honig, bis er marmorisiert bei kühlen, aber nicht zu kalten Temperaturen.

  • Lagerung: Den Honig in Hobbocks zu 40 kg, 25 kg oder 12,5 kg dunkel, trocken und kühl lagern. Die Temperatur sollte 11 bis 14 Grad Celsius betragen. Schädlich sind Wärme. Licht und größere Temperaturschwankungen. Der größte Feind ist Feuchtigkeit. Ideal sind 45% -55%, lieber weniger.

Honigerzeugung und -gewinnung:

Tracht – Reife – Entnahme – entdeckeln – schleudern – sieben – abschäumen – rühren – abfüllen – deklarieren – verkaufen.

Zum Abschluss gab es eine Blindverkostung von 12 Honigsorten. Man sollte durch Geruch und Geschmack herausfinden, um welche Honigsorte es sich handelt und diese in eine Liste eintragen. Wie wir alle festgestellt haben, war das gar nicht so einfach, hat aber viel Spaß gebracht.

gez. Sylvia Brummerloh

Prof. Dustmann über die Apitherapie

Versammlung vom 11. März 10

Harald Brummerloh begrüßt die Teilnehmer und gibt das Wort an Prof. Dustmann, den ehemaligen Leiter des Bieneninstituts Celle, der über Apitherapie referiert.
Apitherapie ist eine Jahrhunderte alte Erfahrungsmedizin, die weltweit häufiger genutzt wird als in Deutschland, im Süden mehr als im Norden. Eine Adressenliste mit entsprechenden Ärzten und Heilpraktikern kann man sich schicken lassen:
Deutscher Apitherapie Bund e.V.
Weidenbachring 14
82362 Weilheim-Marnbach
oder unter: www.apitherapie.de
Folgende Bienenprodukte werden genutzt: Honig, Pollen, Propolis, Gelee Royal, Bienengift, Wachs, Drohnenlarven und Bienenstockluft.

Honig

Honig ist ein Nahrungsmittel, ein Energiespender (z.B. beim Sport, ein allgemeines Kräftigungsmittel (Stärkung des Immunsystems. Er wirkt entzündungshemmend, z.B. bei Magengeschwüren. Auf den Darm und die Leber übt er eine Schutzfunktion aus. Auch Diabetiker dürfen Honig essen, sollten dabei Akazienhonig oder Blütenhonig bevorzugen, keinen Waldhonig. In frischem Honig sind Bifidobakterien, die freie Radikale wegfangen. Buchweizenhonig hat den höchsten Antioxidantienwert (16,95)), Akazienhonig den niedrigsten (3). Bei der Krebstherapie lassen sich die Nebenwirkungen durch Gabe von Honiglösungen stark reduzieren.
Manukahonig ist als Medikament zertifiziert. Er lässt Wunden schneller und besser heilen und wird z.B. in der Kinderklinik in Bonn verstärkt eingesetzt.
Honig im Kräutertee wirkt als »Transportmittel« für die Inhaltsstoffe im Tee.

Pollen

Inhaltsstoffe des Pollens sind: Proteine, Zucker, Aminosäuren, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Enzyme, Sterole, Flavonoide, Bakteriostatika u.a.
Frischer und eingefrorener Pollen wirkt besser als getrockneter. Mehr als 20 g am Tag sollte man nicht zu sich nehmen. Am besten verträglich ist er, wenn man ihn mit Flüssigkeit verrührt. Er hat eine günstige Wirkung auf den PSA-Wert der Prostata, außerdem auf Magen, Darm, Augen, bei Anämie und Heuschnupfen, sowie zur allgemeinen Kräftigung und zur Stärkung des Nervensystems. Noch besser als reiner Pollen soll Bienenbrot wirken. Der Gehalt an Antioxidantien ist wesentlich höher als im Gemüse, zz.B. hat Brokkoli den Gehalt 9, Esskastanienpollen dagegen 536.
Gelee Royal
Gelee Royal ist das wertvollste natürliche Nahrungsergänzungsmittel und hilft immer dann, wenn der Körper durch Krankheit und Stress geschwächt ist. Er fördert die Bildung von neuen gesunden Zellen, reguliert den Blutdruck, stimuliert innersekretische Drüsen (Bauchspeicheldrüse, Nebenniere, Hypophyse), lindert die Symptome beim Klimakterium der Frau und wirkt vorbeugend bei Osteoporose. Es wird auch in der Kosmetikindustrie genutzt.

Propolis

Die Bienen sammeln Harz von den Knospen verschiedener Bäume, vermengen ihn mit Wachs, Pollen und einem Speichelsekret = Propolis. Die Bienen schützen damit ihre Behausung gegen Zugluft, Feuchtigkeit, Bakterien, Pilze und Viren. Es ist das wertvollste Produkt der Bienen. Propolis ist ein anerkanntes Medikament und findet seinen Einsatz als Antibiotikum, das keinerlei Resistenzen aufweist. Es findet Anwendung bei Akne, Ekzemen, Schuppenflechte, Gürtelrose und Furunkeln. Es wirkt Entzündungen im Hals-Nasenbereich, den Zähnen, der Bindehaut, der Gelenke, im Magen-Darm-Bereich, der Harnwege und der Lunge entgegen. Es lindert Schmerzen und Bestrahlungsschäden und kann als lokales Betäubungsmittel eingesetzt werden. Prophylaktisch kann man es gegen die virusbedingte Grippe einnehmen sowie zur Steigerung der Immunabwehr.
Man sollte unbedingt mit Gaben von 2-3 Tropfen beginnen, da allergische Reaktionen auf Propolis möglich sind. Die Tropfen sollte man auf Brot, Honig oder Zuckerwürfel geben.

Bienengift

Vor jeder Bienenstichbehandlung muss geprüft werden, ob eine Allergie vorliegt!
Apipunktur: Der Stachelapparat der Biene wird als Akupunkturnadel benutzt.
Bienengift wird eingesetzt bei Athritis (Gelenkentzündung, Gürtelrose sowie MS.
Bienengift gibt es in Salbenform, als Tabletten, die man unter der Zunge zergehen lässt oder homöopathisch als Apis (Globuli oder Tinktur).
Bienenstockluft
Es gibt die Inhalation mit Bienenstockluft, die bei Atembeschwerden, z.B. Asthma angewendet wird.
Auf die Anwendung von Wachs und Drohnenwaben geht Prof. Dustmann nicht ein. (Die Broschüre gibt Auskunft.)

Dr. Brückner über die Wohnungssuche der Bienen

Frau Dr. Brückner von der Universität Bremen hält einen Vortrag zum Thema: Wie Bienenschwärme ihre neue Wohnung finden.

Als Einführung zeigt sie ein Bild der Worpsweder Malerin Ina Landt Demokratie-Biene über dem Teufelsmoor und erzählt von dem Buch Honeybee Democrocy von Thomas Seeley, das im November auf Englisch erschienen ist. Es enthält die Beschreibung vieler Versuche zu dem Thema, wie ein Bienenschwarm seine neue Wohnung findet. Seeley hat vor Veröffentlichung seines Buches das Werk Ina Land´s gesehen, der Titel könnte also dadurch inspiriert worden sein!

Seeley hat auf einer Insel ganz viele Experimente gemacht. Er hat dazu viele verschiedene Nisthöhlen in unterschiedlicher Entfernung aufgestellt. Die Bienen fliegen bis zu 5 km weit.

Wenn ein Schwarm im Baum hängt, so vernetzen sich die Bienen durch Aneinanderhängen ihrer Beine. Da die Biene ja 6 Beine hat, kann sie sich mit 6 anderen Bienen vernetzen, wobei der Kopf nach oben zeigt.

Sollte es regnen, kann der Regen an der äußeren Bienenschicht ablaufen, alle Tiere im Inneren bleiben trocken. Der Schwarm kann verschieden Zustände annehmen: Bei Kälte rücken die Bienen ganz eng zusammen, bei Wärme hängen sie locker aneinander mit Luftgängen dazwischen. Ein Schwarm ist ein Superorganismus.

Während der Schwarm am Ast hängt, suchen Kundschafter-Bienen eine neue Nisthöhle. Haben z.B. zwei Bienen eine neue Höhle entdeckt, so machen beide außen auf dem Schwarm einen Schwänzeltanz, um für die neue Höhle zu werben. Nun fliegen weitere Bienen los, um ebenfalls die eine oder andere Höhle zu begutachten. Dabei sind folgende Kriterien wichtig; Die Höhle sollte ungefähr 5 m hoch liegen, ein Volumen von mindestens 15 l und ein kleines Flugloch haben, nach Süden ausgerichtet und innen nicht feucht sein. Der Tanz wird intensiver, je optimaler die Höhle ist. Ca. 100 Bienen müssen die Höhle begutachten und dafür tanzen. Je mehr verschiedene Wohnungen gefunden wurden, umso länger braucht der Schwarm für seine Entscheidung. Das kann schon mal 3 Tage dauern. Es ist eine demokratische Abstimmung der Schwarmbienen.

Wenn der Schwarm vom Ast abfliegen will, muss das gemeinsam geschehen. Alle Bienen müssen sich aktiv per Muskelarbeit aufheizen, um die richtige Temperatur zu haben. Dann fliegen sie gemeinsam zu ihrer neuen Höhle. Dort beginnen sie mit dem Wabenbau von oben nach unten, wobei sie sich wieder mit ihren Beinen aneinanderhängend vernetzen. Dann können sie auf Futtersuche gehen, um Vorräte für den Winter zu sammeln.

Ein Vorschwarm kann bis zu 40 000 Bienen enthalten. Meist sammelt sich der Schwarm in der Nähe des alten Stocks.

Wenn der Imker den Schwarm einfängt, wird der neue Kasten meistens akzeptiert, es sei denn, er ist zu klein. Dann ziehen die Bienen wieder aus.